Seit Mitte 2010 bin ich als Belegärztin in der Diako Stadtklinik Augsburg tätig. Hier führe ich operative Eingriffe durch und stehe Ihnen mit all meinem fachärztlichen Rat zur Seite.
Zudem bin stehe ich in engem Austausch und Zusammenarbeit. Link zum Tumorzentrum Augsburg.
Ob ein Kind später ADHS entwickelt, hängt u.a. davon ab, wie lange die Schwangerschaft dauert.
Je unreifer ein Frühchen das Licht der Welt erblickt, desto höher ist sein Risiko, später zum Zappelphilipp zu werden. Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass Kinder, die als Frühgeborene in einer Intensivstation um ihr Leben kämpfen mussten, ein erhöhtes Risiko haben, im Schulalter ein Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) zu entwickeln. Eine Studie am Karolinska-Institut in Schweden ergab nun einen klaren Zusammenhang zwischen der Dauer der Schwangerschaft und dem ADHS-Risiko. Dabei wurde die Zahl der betroffenen Kinder anhand der verordneten ADHS-Medikamente ermittelt.
Um zu ermitteln, wie viele Kinder an ADHS leiden, überprüften die Forscher bei über einer Million Schulkindern, wie viele der Sechs- bis 19-Jährigen Medikamente gegen ADHS einnehmen. Es stellte sich heraus, dass das Risiko einer ADHS-Erkrankung mit der Reife der Kinder zum Zeitpunkt der Ge-burt zusammenhing: Je unreifer ein Kind auf die Welt kam, desto größer war sein ADHS-Risiko.
Das untersuchte Risiko war unabhängig von genetischen oder sozioökonomischen Einflussfaktoren. Auch perinatale Faktoren in der Zeit um die Geburt veränderten das ADHS-Risiko nicht. Lediglich ein niedriges Bildungsniveau der Mutter beeinflusste in geringem Maße das ADHS-Risiko bei den etwas zu früh geborenen Kindern, nicht aber bei den extremen Frühchen.