Seit Mitte 2010 bin ich als Belegärztin in der Diako Stadtklinik Augsburg tätig. Hier führe ich operative Eingriffe durch und stehe Ihnen mit all meinem fachärztlichen Rat zur Seite.
Zudem bin stehe ich in engem Austausch und Zusammenarbeit. Link zum Tumorzentrum Augsburg.
Gebärmutterhalskrebs - du findest, das klingt nach einem Thema für ältere Frauen? Ist aber nicht so. Denn dieser Krebs entsteht durch Viren, die sich jedes Mädchen schon beim ersten Sex holen kann. Man merkt es in diesem Moment noch nicht einmal - und oft auch nach mehreren Jahren noch nicht. Die Viren gelangen unbemerkt in die Schleimhaut des Gebärmutterhalses. In den meisten Fällen kann sich der Körper gegen das Virus wehren und es unschädlich machen. In seltenen Fällen jedoch bleibt das Virus in der Schleimhaut und vermehrt sich dort.
Sie werden über Hautkontakte von Mensch zu Mensch übertragen und eine Infektion mit HPV bleibt oft unbemerkt. Es gibt mehr als 100 verschiedene Typen Humaner Papillomviren, die meisten davon sind harmlos. Etwa 30 bis 40 von ihnen infizieren Zellen der Haut und Schleimhaut im Genitalbereich. Diese HPV werden beim Geschlechtsverkehr, und auch schon beim Petting übertragen. Männer wie Frauen können sich infizieren und die Viren weitergeben; fast alle Menschen kommen so früher oder später in ihrem Leben mit HPV in Berührung.
HP-Viren können unerkannt im Körper schlummern, eine Infektion kann beschwerdefrei verlaufen und unbemerkt bleiben. Trotzdem können Betroffene die Viren weitergeben und andere Menschen anstecken.
Etwa 10 bis 15 HPV-Typen können Krebserkrankungen verursachen. Diese HPV-Typen können Zellveränderungen im Gebärmutterhals verursachen, die sich über Vorstufen zu einer Krebserkrankung entwickeln können. Neben Gebärmutterhalskrebs verursachen HPV auch andere Krebsarten, zum Beispiel Krebs der Vulva (Schamlippen), der Vagina (Scheide) oder am After. Bei Männern können HPV zum Beispiel Krebserkrankungen am Penis auslösen.
Obwohl HP-Viren weit verbreitet sind, wissen viele nicht über die Viren und mögliche Folgen einer Infektion mit diesen Bescheid. Deshalb ist es umso wichtiger, sich und andere umfassend zu informieren und die Möglichkeiten zur Vorbeugung zu nutzen.
Eine HPV-Impfung kann Mädchen und Frauen vor Gebärmutterhalskrebs und seinen Vorstufen schützen, die durch bestimmte HPV-Typen verursacht werden. Einer von zwei zurzeit verfügbaren Impfstoffen schützt zusätzlich vor durch die HPV-Typen 6 und 11 verursachten Genitalwarzen. Ursache dieser Erkrankungen ist immer eine Infektion mit HPV. Die Ärzte führen Beratungen zur HPV-Impfung und die Impfung durch. Am nützlichsten ist die Impfung vor den ersten sexuellen Kontakten, weil man sicher sein kann, noch nicht infiziert zu sein.
Die HPV-Impfung kann vor den beiden aggressivsten HPV-Typen schützen. Diese beiden Typen (HPV 16 und 18) verursachen etwa 70 Prozent aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs. Wichtig zu wissen: die Impfung schützt nicht vor allen HP-Viren, die Gebärmutterhalskrebs verursachen können. Da nicht gegen alle Viren geimpft werden kann, die Gebärmutterhalskrebs verursachen können, bleibt auch nach einer Impfung die Teilnahme an der jährlichen Krebsfrüherkennungsuntersuchung, die in Deutschland für alle Frauen ab 20 Jahren von den Krankenkassen bezahlt wird, wichtig. Im Rahmen der jährlichen Krebsfrüherkennungsuntersuchung werden Erkrankungen idealerweise in einem frühen Stadium, in dem sie noch gut behandelbar sind, erkannt. Eine Behandlung kann körperlich und seelisch belastend sein.
Die Kombination aus Impfung und Krebsfrüherkennungsuntersuchung ist der beste Weg zur Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs.
Folgende Institutionen, Berufsverbände und medizinische Fachgesellschaften empfehlen die Impfung gegen HPV und bieten auf ihren Webseiten weitere Informationen: